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Wir verorten unsere Aktivitäten für bildungsbenachteiligte Frauen im Handlungsrahmen der Wissensgesellschaft, des Lebenslangen Lernens und der nach wie vor bestehenden Ungleichheit zwischen Frauen und Männern, dem Gender Gap.

Für eine genauere Darstellung klicken Sie bitte auf die Grafik:

 

learn forever Strategie

 

Grundlage aller Aktivitäten von learn forever ist die Verknüpfung der drei gesellschafts- und bildungspolitischen Anliegen:


Im Folgenden werden diese drei Ebenen und ihre Beziehung zueinander aus der Sicht von learn forever beschrieben.

Gleichstellungsorientierung

Gleichstellung zielt auf die gleiche Teilhabe von Frauen und Männern an allen gesellschaftlichen Prozessen und die gleiche Verantwortung für alle Lebensbereiche ab. Sie hat demnach die Veränderung der gesellschaftlichen Verhältnisse zum Ziel. learn forever hat sich die Erhöhung der Weiterbildungsbeteiligung von bildungsbenachteiligten Frauen zum Ziel gesetzt und verfolgt dabei die Strategie der Frauenförderung. Diese wird vor allem dort eingesetzt, wo Frauen besonders benachteiligt sind: Frauen nehmen weniger als Männer an beruflich verwertbarer Weiterbildung teil und sie finden Rahmenbedingungen (Zeit, Mobilität, Geld) vor, die ihnen den Zugang zu Weiterbildung zusätzlich erschweren.

learn forever macht bildungsbenachteiligte Frauen sichtbar und entwickelt Lernangebote, die ihren Rahmenbedingungen und Interessen entsprechen.

Didaktische Prinzipien bei learn forever - geschlechtssensible Didaktik

Kennzeichen der veränderten Lehr- und Lernkultur ist ein grundsätzlich neues Verständnis von Lernen. Daraus resultieren eine veränderte Methodik und Didaktik, die Selbststeuerung, Selbstpräsentation und Eigenverantwortung der Lernenden fördern und gleichzeitig Lehrende zu BegleiterInnen, UnterstützerInnen und ModeratorInnen von Lernprozessen machen. Das Wissen, wie gelernt wird, steht im Vordergrund. Angesichts der sich rasch verändernden Wissensstandards sind die Inhalte (also was gelernt wird) zwar wichtig, jedoch austauschbar.
Lernende gehen ihre eigenen Lernwege, die Bildungsorganisation bietet die Rahmenbedingungen und geeignete Bildungsangebote.
Eine große Herausforderung besteht darin, Lernende in der Entwicklung zu mehr Selbststeuerung zur unterstützen. Es bedarf besonderer Methoden, die Menschen dahingehend zu begleiten, dass sie Schritt für Schritt zum eigenverantwortlichen, selbstorganisierten und selbstgesteuerten Lernen finden. Daher kommt der Entwicklung von Lernkompetenz eine zentrale Rolle in Bildungsprozessen zu.

learn forever orientiert sich an den folgenden Merkmalen der veränderten Lernkultur:

  • Die Lernenden stehen im Mittelpunkt aller Handlungen (Teilnehmerinnenorientierung).
  • Die Wissensvermittelnden treten in den Hintergrund und begleiten die Lernenden.
  • Die Lernenden übernehmen die Verantwortung für den Lernprozess.
  • Die Lernprozessmoderatorinnen übernehmen die Verantwortung für die Gestaltung der Lernprozesse.

Diese Leitprinzipien verknüpfen wir mit den Prinzipien einer geschlechtssensiblen Didaktik:

  • Geschlechterperspektive als inhaltliche Dimension einbringen (Thematisierung der Geschlechterverhältnisse, Darstellung der Lebensrealitäten von Frauen, Vermeidung von Geschlechterrollenstereotypen, Verwendung einer gendersensiblen Sprache…)
  • Sensibilisierung der Lehrenden für Geschlechterverhältnisse in Lehr- und Lernbeziehungen (z. B. bewusster Umgang mit geschlechtsspezifischen Zuweisungsprozessen, bewusster Umgang mit Frauen in ihrem Expertinnenstatus…)
  • gendersensible Gestaltung der Rahmenbedingungen von Bildungsarbeit (zeitlich, örtlich, Erreichbarkeit, Zusatzangebote…)

Der Aufbau von Lernkompetenzen für das selbstgesteuerte Lernen steht im Mittelpunkt der Lernangebote von learn forever. Dazu gehören nach dem Verständnis von learn forever wesentliche Grundlagen, wie sie in den "8 Schlüsselkompetenzen für das Lebenslange Lernen" der Europäischen Kommission beschrieben sind, etwa auch digitale und BürgerInnenkompetenzen (siehe dazu auch die Beschreibung der learn forever-Lernangebote).
Politische Bildung verstehen wir als Querschnittsmaterie: Um unseren gesellschaftspolitischen Zielen näher zu kommen, initiieren wir politisches Handeln und fördern die dazu benötigten Kompetenzen.

Lebensbegleitendes Lernen

Im Jahr 2000 wurde von der EU das „Memorandum über das Lebenslange Lernen“ verabschiedet und die Mitgliedsstaaten haben sich zu seiner Umsetzung verpflichtet. Mit dieser Strategie wird das Verständnis von Lernen und Bildung erweitert: Sie umfasst alle Lernaktivitäten in jedem Alter und berücksichtigt neben formalen Lernprozessen auch informelles Lernen außerhalb von Bildungseinrichtungen. Die Strategie setzt zudem voraus, dass Menschen befähigt sind, selbstständig und eigeninitiativ individuelle Lernaktivitäten zu setzen.

In learn forever wird der Begriff des Lebensbegleitenden Lernens verwendet, im Gegensatz zu „lebenslang“ entspricht der Begriff „lebensbegleitend“ eher dem Anliegen, Lernen als alltäglichen Bestandteil des Lebens zu sehen.
Die technologischen Entwicklungen, die Strategie des Lebensbegleitenden Lernens sowie veränderte wirtschaftliche Anforderungen haben die Lernkulturen verändert. learn forever betont in seinen Aktivitäten folgende zentrale Elemente von neuen Lernkulturen:

  • die zentrale Positionierung der Lernenden und deren aktive Mitgestaltung im Hinblick auf künftige selbstgesteuerte Lernprozesse,
  • die Nutzung von IKT (Informations- und Kommunikationstechnologien) als Lernmedien und
  • den kompetenzbasierten und -erweiternden Ansatz der Weiterbildung im Hinblick auf Lernmotivation.

Selbstgesteuertes Lernen

Eine Antwort auf die Forderung nach der Umsetzung von Lebensbegleitendem Lernen lautet, dass Lernende zunehmend die Verantwortung für ihre Lernprozesse selbst übernehmen sollen. Die TeilnehmerInnen bestimmen ihre Lernziele und -wege selbst und können somit Lernen nachhaltig in ihren Lebensalltag integrieren.
Selbstgesteuertes Lernen erleichtert es Menschen, den komplexen Anforderungen der Wissensgesellschaft zu begegnen.

learn forever orientiert sich am Konzept des „self-directed learning“ von Knowles und Weinert , wonach Lernende selbst entscheiden, ob, was, wann, wie und mit welcher Zielsetzung sie lernen wollen. Diese Auffassung verlangt in einem hohen Maße Kompetenzen zur Durchführung selbstgesteuerter Lernprozesse. Lernkompetenz ist dabei ein Schlüsselbegriff.
Selbstgesteuertes Lernen erfordert hohe Eigeninitiative, Aktivität und Kreativität und die Lernenden müssen selbstverantwortlich Steuerungs- und Kontrollprozesse übernehmen. Diese Verantwortung zu übernehmen, muss in der Regel von den Lernenden erst gelernt werden.
learn forever hat Lernangebote entwickelt, die bildungsbenachteiligten Frauen einen (Wieder )Einstieg ins Lernen ermöglichen, ihre Lernkompetenz erhöhen und erste selbstgesteuerte Lernprozesse initiieren.

Teilhabe an der Wissens- und Informationsgesellschaft

Die Entwicklungen im Bereich der Neuen Medien bestimmen zunehmend Beruf und Alltag. Der Umgang mit Computer, Internet und computergestützten Systemen wird immer mehr als selbstverständlich vorausgesetzt und als 4. Kulturtechnik gesehen.
Grundkenntnisse im Bereich der IKT sind Voraussetzung, um am Arbeitsmarkt handlungsfähig zu sein beziehungsweise zu bleiben. Aber auch im privaten Bereich verlangt der Strukturwandel in Richtung Wissensgesellschaft entsprechende Kenntnisse im Umgang mit Neuen Medien, damit eine gesellschaftliche Teilhabe möglich wird/bleibt.
Die Neuen Medien verändern nicht nur Kommunikations- und Arbeitsstrukturen, sie verändern auch Lernstrukturen und -kulturen. Zum selbstgesteuerten Lernen gehört auch der selbstorganisierte Umgang mit Neuen Medien. Dieser ist Voraussetzung für die Teilnahme an der Wissens- und Informationsgesellschaft und somit an vielen Lern- und Bildungsangeboten. Bildungsbenachteiligte Frauen verfügen zumeist nur über geringe bis keine IKT-Kenntnisse. Stark verankerte geschlechtsspezifische Rollenmuster in Bezug auf Technik und IKT wirken zudem häufig hemmend.

learn forever verknüpft alle Lernangebote und Aktivitäten mit der Förderung der Medienkompetenz, vom Einstieg in die Nutzung der Neuen Medien bis hin zur Nutzung elektronischer Medien für das eigene Lernen.